Die Bezeichnung „Kleeblattstadt“ hat das mittelfränkische Fürth seinem Stadtwappen zu verdanken. Darüber, ob das dreiblättrige Kleeblatt das friedliche Zusammenleben von Juden, Protestanten und Katholiken oder die göttliche Dreifaltigkeit symbolisieren soll, besteht hier Uneinigkeit. In einer Sache sind sich die Fürther allerdings einig: Das Schönste am benachbarten Nürnberg ist die U-Bahn nach Fürth! Die langjährige Rivalität zum größeren Nachbarn wird leidenschaftlich gepflegt. Doch obwohl das kleinere Fürth alles bereithält, was man für ein gutes Leben braucht, weiß man die Anbindung an die Infrastruktur der Frankenmetropole durchaus zu schätzen. Und auch wirtschaftlich profitiert man voneinander. Viele Nürnberger finden in Fürth Jobs und umgekehrt. Schließlich bietet die Fürther Wirtschaft unterschiedlichste Beschäftigungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Branchen.
Der Wirtschaftsstandort profitiert einerseits von der Nähe zu Nürnberg sowie von der infrastrukturellen Anbindung. Der Nürnberger Flughafen ist in weniger als einer halben Stunde erreichbar. Andererseits zeichnet sich Fürth durch eine traditionell gewachsene Wirtschaftsstruktur mit innovativen Unternehmen und einem gesunden Branchenmix aus. Konzerne sowie viele kleine und mittelständische Betriebe schaffen zahlreiche Arbeitsplätze, für ungelernte Arbeitskräfte und Fachkräfte.
Obendrein fällt der berufliche Aufstieg hier dank zahlreicher Weiterbildungsmöglichkeiten leichter. Die örtliche Volkshochschule bietet ein breitgefächertes Kursprogramm. Ein Studium im Gesundheits- und Sozialbereich kann man an der privaten SRH Wilhelm Löhe Hochschule Fürth absolvieren. Im benachbarten Nürnberg finden sich neben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg viele weitere Angebote zur Aus- und Fortbildung.
Die Spielwarenindustrie setzt starke Akzente in der Fürther Unternehmenslandschaft. Ebenso spielt die IT-Branche eine wesentliche Rolle. Im Einzelhandel arbeiten in Fürth zahlreiche Beschäftigte. Das Gastgewerbe ist ein weiterer wichtiger Faktor. Darüber hinaus sind ein großer Hersteller von Schutzausrüstung und -bekleidung sowie Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie und Elektrotechnik in Fürth ansässig.
Zu weiteren Top-Branchen zählen:
Die A 73 verläuft durch Fürth und nach Nürnberg oder Erlangen, die an der A 3 liegen. Von Kitzingen oder Emskirchen aus sind Arbeitsplätze in Fürth über die B 8 erreichbar. Den Hauptbahnhof von Fürth passieren mehrere IC-, RE- und S-Bahn-Linien, er ist überdies an das Nürnberger U-Bahn-Netz angebunden. Ansonsten sind im Stadtgebiet einige Buslinien unterwegs. Zahlreiche Radwege sind ebenfalls vorhanden.
In der Kleeblattstadt ist ständig was los. Ein besonderes lokales Highlight ist der sogenannte „Grafflmarkt“, ein Trödelmarkt, der im Frühjahr stattfindet. Zahlreiche barocke Bauten und Fachwerkhäuser prägen das schöne Stadtbild von Fürth. Die Großstadt weist mit zahlreichen Baudenkmälern die höchste Denkmaldichte in Bayern auf und lädt zu ausgiebigen Streifzügen durch das Stadtgebiet ein. Wer lieber die Natur genießt, findet im Naturschutzgebiet Friedhofsteg oder im prächtigen Fürther Stadtwald die Gelegenheit dazu. Dort befindet sich außerdem der alte Flohweiher. Großer Beliebtheit erfreut sich zudem der innerstädtische Stadtpark mitsamt Rosengarten. Erholung findet man wiederum im Schwimmbad Fürthermare.
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